Die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für die Jahre 2017 bis 2022 und finanzpolitische Optionen einer neuen Bundesregierung

(gemeinsam mit Dmitry Bershadskyy, Hans-Ulrich Brautzsch, Andrej Drygalla, Katja Heinisch, Axel Lindner, Matthias Wieschemeyer und Götz Zeddies) IWH Konjunktur aktuell 5(5), 2017

Zusammenfassung: Nach der Mittelfristprojektion des IWH wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den Jahren von 2017 bis 2022 um durchschnittlich 1½% wachsen; das nominale Bruttoinlandsprodukt wird  um durchschnittlich 3½% zu­nehmen. Aufgrund der starken konjunkturellen Dynamik wird der Haushaltsüberschuss des Staates weiter zuneh­men. Die gute öffentliche Finanzlage bietet einer neuen Bundesregierung große finanzpolitische Handlungsspiel­räume. Aufbauend auf der Mittelfristprojektion des IWH und mit Hilfe eines makroökonometrischen Modells wer­den die Wirkungen verschiedener finanzpolitischer Maßnahmen auf diverse makroökonomische Größen analysiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass der Multiplikator bei ausgabeseitigen expansiven finanzpolitischen Maßnahmen im Simulationszeitraum größer wäre als bei einnahmeseitigen. In der derzeitigen konjunkturellen Lage und aufgrund der im internationalen Vergleich immer noch hohen Abgabenbelastung des Faktors Arbeit wären einnahmeseitige Maßnahmen insgesamt besser geeignet, die Haushaltsüberschüsse abzubauen.

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